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Kombucha Zeitachse – Teil 2

Hier kommt die versprochene Fortsetztung der Kombucha-Zeitachse von Hannah Crum:

1886

Adrian J. Brown, Mitglied der Royal Society in Großbritannien,  isoliert und  identifiziert als erster Bakteria xylinum. Er benutzt dann das Bakterium,  um roten Weinessig herzustellen.  An der Oberfläche dieses Essigs wächst eine Kultur. Einer von ungefähr 30 Cellulose produzierenden Bakterien der Acetobacter Gattung ist schließlich neubenannt worden als Glucon-acetobacter sylinus.

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1890er

Dr. Nikolay Vasilevich Kirilov ist russischer Ethnograph  und Student der Tibetischen Medizin. Er führt in Sibirien Versuche durch, die den regelmäßigen Konsum von Kombucha bei älteren  Menschen beinhalten. Dabei bemerkt er eine Reduzierung der Symptome von Arteriosklerose, eine positive Wirkung auf die Verdauung und Unterstützung bei der Bekämpfung von Magenleiden.

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1896

Dr. Rudolf Kobert, Professor an der Universität Rostock, interessiert sich besonders für die Wirksamkeit der traditionellen russischen Volksmedizin. Er veröffentlicht eine 32seitige Schrift Über Kwass und seine Zubereitung. Und 1913 folgt Der Kwass, sicheres, preisgünstiges und beliebtes Nationalgetränk. Möglicherweise beziehen sich diese Schriften auf den russischen Kwass, der aus Brot gemacht wird. Vielleicht geht es aber auch um den „Tee-Kwass“, den wir als Kombucha kennen.

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1904-1905

Manche Quellen berichten, dass Kombucha durch Soldaten nach Russland kommt, die aus dem Russisch-Japanischen Krieg zurückkehren. Hier wurde um die Kontrolle über die Mandschurai und Korea gekämpft. Und der Krieg wurde in diesen Gebieten ausgetragen. Deshalb kann es sein, dass die Soldaten den Kombucha aus der Mandschurai oder Korea mitbrachten und ihm dennoch einen japanischen Ursprung zuschrieben. Vielleicht wurden verwundete Gefangene in japanischen Kriegsgefangenenlagern mit Kombucha versorgt? Am wahrscheinlichsten ist aber, dass es zu dieser Zeit Kombucha schon in Russland gab. Und dass die heimkehrenden Soldaten nur zu seiner weiteren Verbreitung beitrugen.

Das Kombucha-Brauen ist jetzt so weit verbreitet, dass Gläser mit Scobys und fermentiertem Tee im Hintergrund russischer Gemälde auftauchen. Viele Russen lieben jetzt ihren ‚gribok‘, ihren kleinen Pilz, der sie gesund und stark hält.

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1910-1914

Die russische Biologin Dr. A. A. Bachinskaya führt in St. Petersburg Experimente mit Kombucha-Kulturen durch, die sie im ganzen Land gesammelt hat. Ihre vier veröffentlichten Artikel sind die ersten, die sich mit Kulturen befassen, die das Essigsäure produzierende Bacteria xylinum und Torula Hefe enthälten. Und sie beschreibt die Anwendungen und die gesundheitsförderlichen Eigenschaften des Getränks. Beides haben ihr die Menschen erzählt, die ihr ihre Kulturen gegeben haben.

Da Bacteria xylinum überall in Europa, Asien und Afrika verbreitet ist, stellt Bachinskaya die Theorie auf, dass es durch Insekten verbreitet werden könnte. Sie könnten es auf passende Nährflüssigkeiten übertragen, wie z.B. auf gezuckerten Tee. Dort siedelten sich dann die Bakterien zusammen mit wilder Hefe an, die in der Umgebung vorhanden sei.

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1913

Dr. Gustav Lindau, ein deutscher Mycologe und Botaniker, befasst sich intensiv mit Studien über Flechten. Er veröffentlicht einen Artikel, in dem er den ersten wissenschaftlichen Namen für die Kombucha-Kultur verwendet: Medusomyces gisevii Lindau. Er lehnt den Namen an die Ähnlichkeit der Kultur mit einer Qualle an. Und bezieht sich auf die heute überholte Auffassung, dass es sich um eine reine Hefekultur handle.

Später in diesem Jahr widerlegt der deutsche Forscher Dr. P. Linder Lindau diesen Punkt und bestätigte Bachinskayas Auffassung, indem er das Vorhandensein von Hefe und einer Variationsbreite von Mikroorganismen belegen kann.

Teil 1 der Kombucha Zeitachse findet ihr hier.

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